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Nachzucht von Leopardgeckos
Als Grundvoraussetzung zur Zucht
benötigt man ein zuchtreifes Paar.
Normalerweise vertragen sich Zuchtreife Männchen und Weibchen miteinander,
und schreiten auch willig zur Zucht..
Ein adultes Weibchen kann bis zu 10 Gelegen bestehend aus je zwei Eiern pro Jahr
absetzen.

Bei adulten Männchen ist auf der Unterseite ganz deutlich im Kloakenbereich,
eine Reihe von Präanalporen zu erkennen,
sowie ebenfalls auf der Unterseite,
eine deutliche Verdickung im Kloakenbereich.
Dort sitzt der Hemipenis.
Bei einem weiblichen Leopardgecko fehlen diese Anzeichen ganz,
und es sieht mehr oder weniger “ glatt “ aus.
Teilweise ist auch schon der Gesamteindruck in Bezug auf Größe ein erstes Indiz
zur Geschlechterbestimmung.
Denn auch bei Leopardgeckos herrscht, wenn auch nicht so ausgeprägt,
ein Geschlechtsdimorphismus in Bezug auf die Schädelbreite und Körpergröße
zwischen den Geschlechtern.

Weibchen
Männchen
Normalerweise tritt die Geschlechtsreife mit 12-15 Monaten ein.
Züchter haben die Erfahrung gemacht,
das eine Einzelhaltung bei der Aufzucht,
bereits Verpaarungen im Alter von 9-10 Monaten möglich macht.
Die Jungtiere hatten dann ein Gewicht von ca. 35-40 Gramm.
Die Einzelaufzucht bringt den Vorteil der besseren Entwicklung.
Von der Eiablage bis zum Schlupf vergehen in der Regel ca. 50 Tage.
Abhängig ist es von der Inkubationstemperatur .
Je höher die Temperatur um so schneller kommen die kleinen aus den Eiern.
Der Begriff von “heißen Jungen“ stammt von Züchtern,
die Jungtiere bereits nach 40 Tagen aus den Eiern “gekocht“ haben –
bei diesen Jungen handelt es sich meist um Männchen.
Je geringer die Temperatur bei der Zeitigung ist um so größer
Wahrscheinlichkeit,
das es sich um Weibchen handelt.

Leopardgeckos bei der Paarung
Von Paarung bis zur Eiablage vergehen in der Regel 3-4 Wochen.
Das Weibchen wird mit bevorstehender Eiablage sein Verhalten ändern.
Es wird dem Männchen gegenüber aggressiver,
wird die zuvor erhöhte Nahrungsaufnahme einstellen,
sich auch öfter mal sonnen und mit Probegrabungen beginnen,
um einen geeigneten Ablageplatz zu finden.
Nun wird es Zeit einen Platz im Terrarium etwas feuchter zu halten –
damit das Weibchen dort sein Gelege absetzen kann.
Für die Zeitigung der Reptilieneier bevorzugt man die im Handel übliche
Brutgeräte.
Diese sind einfach zu bedienen und gewährleisten die nötigen Voraussetzungen.
Da die Eier nicht im Terrarium verbleiben können,
weil man die Voraussetzungen nicht schaffen kann,
und die Adulten Tiere die Eier beschädigen könnten,
werden sie in einen “Zeitigungsbehälter“ überführt.
Dieser besteht aus einer durchsichtigen Dose,
in dessen oberen Rand und Deckel ich einige Löcher bohre,
um eine Luftzirkulation zu erreichen.
Alternativ lassen sich Heimchendosen für diese Zwecke sehr gut nutzen.

Typischer Nackenbiss bei der Paarung
In diese werden die Eier vorsichtig gebettet.
Seid einigen Jahren wird bevorzuge “ Vermiculite “verwendet –
dieses Substrat hat sich zur Zeitigung von Reptilieneiern bestens bewährt..
Diese wird in einer Schale mit warmen Wasser ca. 5 Minuten gewässert,
danach drückt man es zwischen beiden Händen,
bis kein Wasser mehr heraustropft.
Das Brutsubstrat wird locker in den Inkubationsbehälter gefüllt,
bitte nicht fest andrücken da sonst kein Gasaustausch stattfindet.
Nun noch eine kleine Mulde formen worin das Ei Platz findet und es kann
losgehen.

Das Geschlecht bei Leopardgeckos kann über die Temperatur gesteuert werden.
Das optimale erbrüten der Gelege erfolgt bei einer Temperatur von konstant 29
Grad.
Bei dieser Temperatur schlüpfen beide Geschlechter zu etwa je 50%
Winterruhe
Eine Winterruhe sollte für den Zeitraum
von 2 bis 3 Monaten eingehalten werden.
Die Temperatur wird schrittweise bis auf 8 bis 10 Grad abgesenkt.
Die Winterruhe wirkt sich Positiv
auf die Entwicklung und Reifung
der männlichen Keimzellen und der weiblichen Eizellen aus.
Vor der Winterruhe sollte der Verdauungstrakt der Tiere leer sein.
Während der Winterruhe sollte den Tieren ständig frisches Wasser zu Verfügung
stehen.
Besonders Hinweisen möchten wir darauf das nur Tiere mit einem entsprechendem
Körpergewicht
und einem guten Gesundheitszustand in die Winterruhe gelassen werden.
Verpaarung
Normalerweise verpaaren sich Tiere
die kurz vorher aus der Winterruhe gekommen sind,
innerhalb weniger Tage miteinander.
Die zur Verpaarung ausgewählten Tiere
sollten Körperlich in einem sehr guten Zustand sein.
Trächtigkeit
Zwischen Paarung und Eiablage verweigern die Weibchen oft das Futter.
Die Dauer der Trächtigkeit hängt von vielen äußeren Faktoren ab.
Das Weibchen wird im hinteren Körperbereich deutlich an Umfang zunehmen.
Oftmals lassen sich die Eier erkennen
da sie durch die Bauchhaut schimmern ...
Eiablage
Für die Eiablage sollte dem Weibchen ein Platz
zu Verfügung stehen der ihm Schutz bietet.
Bevorzugt sollte dieser dunkel sein,
einen Körperkontakt zu den Seiten ermöglichen,
warm sein
und eine gewisse Luftfeuchtigkeit besitzen.
Eiablageboxen erfüllen diese Anforderungen sehr gut.
diese werden wie folgt gefüllt :
die unterste Schicht besteht aus feinem Kies,
dieser verhindert das Weibchen die Eier direkt auf den Boden ablegen.
Auf dem Kies befindet sich Torf der mit Moos gemischt ist.
Diese Zone sollte leicht feucht sein und etwa 10cm hoch.
Als Deckschicht findet reines Moos oder Sphagnum Verwendung.
Diese Eiablagebox sollte dem Weibchen während der ganzen Jahres zu verfügung
stehen.
Inkubation
In der Terraristik hat sich jedoch bewährt
und ist es üblich, dass man die Eier in einem
Inkubator künstlich ausbrütet werden.
Eine Inkubation unter natürlichen Verhältnissen
ist im Terrarium nicht durchführbar.
Wir arbeiten mit verschiedenen Inkubatoren,
diese besitzen mehrere sich gegenseitig absichernde Thermostate.
Es gibt inzwischen aber eine Vielzahl von Qualitativ hochwertigen Inkubatoren im
Handel.
Die besten Erfahrungen haben wir mit dem HerpNursery
gemacht.
Da die Eier nicht unbedingt in den Eiablageboxen inkubiert werden,
muss man die Eier umlagern.
Dabei ist zu beachten das die Eier nach Möglichkeit nicht gedreht oder gewendet
werden,
da dies die Keimscheibe im Ei lösen könnte und dies zum absterben des Eis führen
würde.
Wir verwenden als Inkubationsgefäße Braplastboxen unterschiedlicher Größe,
die zu 2/3 mit Vermiculite gefüllt sind.
Das Vermiculite sollte vor Gebrauch gereinigt uns Sterilisiert werden,
da es durch die Lagerung verschmutzt sein kann.
Trotz anders lautender Aussagen ist Vermiculite
nur direkt nach der Herstellung Steril und Hygienisch sauber.
Dem Vermiculite muss nun Feuchtigkeit zugegeben werden.
Das beste Mischungs-/Gewichtsverhältnis lautet
1 Teil Vermiculite gemischt mit 1,2 bis 1,5 Teilen Wasser,
die optimale Feuchtigkeit ist erreicht,
wenn man das Vermiculite nach dem Mischen ausdrückt
und kaum noch Wasser dabei austritt.
Sind Eier zusammengeklebt so dürfen diese nur zusammen in die Inkubationsbox
verbracht werden,
ein trennen von Eiern würde diese mit Sicherheit beschädigen.
Die im Inkubator eingestellte Temperatur sollte zwischen 26 und 28 Grad liegen.
Ein nächtlicher Temperaturabfall auf etwa 22 schadet nicht,
Jungtiere die mit Temperaturgefälle gezeitigt wurden sind vitaler
und kräftiger als Jungtiere ohne nächtliche Absenkung der Temperatur.
Die eigentliche Inkubationszeit beträgt im Mittelwert etwa 65 Tage
und ist stark von der Temperatur abhängig.
Inkubationszeiten schwanken je nach Temperatur zwischen 60 und 110 Tagen.
frisch abgelegte und befruchtete Eier besitzen eine schneeweiße Farbe.
Im laufe der Inkubation können Eier die Farbe aber auch ändern,
dies kann unterschiedliche Ursachen haben.
Beigefarbene, eingefallene oder deutlich kleinere Eier können Möglicherweise
unbefruchtet sein,
Wenn kein Schimmel auf den Eiern zu erkennen ist belassen wir solche Eier im
Inkubator,
da wir oftmals erlebt haben das selbst aus solchen Eiern Jungtiere schlüpften.
Ist das Vermiculite zu trocken entstehen deutliche Dellen an den Eiern,
dies kann reguliert werden indem man das Substrat wieder etwas stärker
befeuchtet.
Staunässe schadet den eiern allerdings.
Im Optimalfall sollten die Eier prall aussehen,
bei leichtem Druck etwas nachgeben.
 
Wir verwenden mit sehr gutem Erfolg das Modell HerpNursery 2
dieses Gerät ist zuverlässig und arbeitet einbandfrei.
Zudem kann es auch verwendet werden um Leopardgeckos zu überwintern -
da es zwischen Heiz- und Kühlbetrieb umgeschaltet werden kann.

Vermiculite ist ein sehr gutes Brutkonzentrat für Eier.
Es ist wärmeisolierend
und saugt die Feuchtigkeit weg von den Eiern,
während es die Luftfeuchtigkeit hoch hält.
Es eignet sich auch als Bodengrund.
Aber Vorsicht:
trockenes Vermiculite entzieht Feuchtigkeit,
achten Sie deshalb darauf,
dass die Terrarieninsassen nicht austrocknen
Bilder auf dieser Seite mit
Genehmigung von :
Linda Crawford & Family /
Painted Desert Geckos



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