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UV-Strahlung


UV Licht ist für jedes Tier wichtig !

Folglich auch für Leopardgeckos !

UV-Licht und speziell die UVB Strahlung wird immer wieder als sehr wichtiger Faktor
für eine erfolgreiche und artgerechte Haltung von Reptilien dargestellt.

Tatsache ist, dass die meisten Reptilien von UV Strahlung profitieren.
Für die Haltung der meisten Schildkröten- und Echsenarten ist eine geeignete UV Beleuchtung
auf jeden Fall zu empfehlen, wohingegen man bei Schlangen und auch Amphibien
sowie Wirbellosen darauf im Allgemeinen verzichten kann.

Es muss aber auch unbedingt gesagt werden,
dass UV Beleuchtung nicht alles ist und schon gar nicht ein Wundermittel,
das automatisch für gesundes Knochen- und Panzerwachstum sorgt
und Kalziummangelerkrankungen verhindert.
Wichtig ist hier vor allem auch die Ernährung,
denn ohne die nötigen Nährstoffe und ausreichende Kalziumgaben,
kann auch UVB Strahlung keine Wunder wirken.
Man muss entsprechend darauf achten, dass die Pfleglinge ausgewogen
und artgerecht ernährt werden. Das legt dann schon mal den Grundstein
für eine erfolgreiche Haltung und beugt Problemen vor.

Nicht nur UV Strahlung ist wichtig!

Bei dem ganzen Augenmerk, das auf UV Licht gelegt wird, sollte man auch nicht vergessen,
dass das natürliche Licht nicht nur aus UV Strahlung besteht.
Hier muss man auch die Bedürfnisse der Pfleglinge beachten
und auch die anderen Lichtquellen entsprechend auswählen.
Es muss auch unbedingt festgehalten werden,
dass je nach gepflegter Art die Qualität des sichtbaren Lichts
(hier vor allem ein möglichst natürliches Spektrum und auch eine hohe Intensität)
sowie das Vorhandensein eines Sonnenpunkts
(also ein Spotstrahler) mindestens genauso wichtig,
wenn nicht sogar wichtiger als die UV Beleuchtung ist.

Besonders bei populären Arten wie Bartagamen, Dornschwanzagamen
und Grünen Leguanen, wo immer wieder die Notwendigkeit
von ausreichend UV Licht gepredigt wird,
muss man klar sagen, dass eine hohe Lichtintensität notwendig
für das Wohlbefinden der Tiere ist.
Man sollte hier entsprechend zusätzlich zu der UV Beleuchtung unbedingt
für eine großzügige Tageslichtbeleuchtung mit mehreren Leuchtstoffröhren
oder noch besser mit HQI Strahlern oder T5 Röhren arbeiten.
Erst bei entsprechender Helligkeit im Terrarium werden die Tiere
ein natürliches Verhalten zeigen.

Das gilt natürlich auch dann, wenn ein Sonnenpunkt fehlt,
an dem die Tiere ihre Vorzugstemperatur erreichen können.
Fehlt dieser, ist eine UV Beleuchtung auch eher nutzlos,
da die Tiere dann nicht Ihrem natürlichen Verhalten nachgehen können.

Wichtig ist entsprechend, dass das Gesamtkonzept
bei der Beleuchtung des Terrariums stimmt.
Bei Spotstrahlern und Tageslichtleuchtstoffröhren ist die Auswahl
auf dem Markt noch relativ durchschaubar,
doch gibt es bei UV Beleuchtung mittlerweile ein riesiges Angebot
verschiedenster Lösungen, so dass es hier schwieriger ist,
die Übersicht zu behalten.


Das Angebot an UV Lampen

Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht über die im Moment gängigen UV Leuchtmittel
mit ihren Vor- und Nachteilen.
Immer beachten muss man, dass UV Strahlung von Glas herausgefiltert wird.
Die Lampen müssen also in das Terrarium
oder über Lüftungsflächen mit guter Lichtdurchlässigkeit
(z.B. Gaze), damit die Tiere überhaupt von der UV Strahlung profitieren können.

Generell bleibt festzuhalten, dass nur zwei Leuchtmittelarten
ausreichende UV Strahlung produzieren können:
Leuchtstofflampen und so genannte Mischlichtstrahler mit eingebauten UV Brenner.

HQI, HQL und Halogen Leuchtmittel werden heutzutage mit UV Stop Glas gefertigt,
so dass diese keine für Reptilien brauchbaren UV Anteile aufweisen.
Diese Leuchtmittel haben durchaus ihre Qualitäten
z.B. zur Schaffung von Wärmepunkten bei Halogenstrahlern
oder ihre exzellente Helligkeit bei HQI und HQL,
doch für UV Strahlung sollte man spezielle Lampen verwenden.

Ebenfalls keine brauchbare UV Strahlung liefern alle Arten an Glühfadenlampen
wie die gängigen Reptilien Spotstrahler und Glühbirnen.
Hier werben die Anbieter zwar z.T. mit UVA und einige sogar mit UVB Strahlung
nur ist diese nur direkt am Glas messbar und dann auch nur in geringen Mengen.
Für die Tiere ist die UV Strahlung dieser Lampen auf jeden Fall UNBRAUCHBAR.

Ein Indiz dafür, ob ein Leuchtmittel auch wirklich brauchbare UV Strahlung hat,
kann der Preis sein.
Faustregel: Was billig ist, taugt in der Regel auch nichts.
Die UV Technik ist aufwendig und damit teuer.
Brauchbare Leuchtmittel beginnen im Moment bei ca. 30 Euro.
Eine Lampe für 10 Euro wird garantiert keine brauchbaren Ergebnisse liefern,
das werden Ihnen alle seriösen Experten bestätigen.

Kommen wir also jetzt zu den wirklichen UV Leuchtmitteln.
Hier gibt es im Moment Leuchtstoffröhren,
Kompaktlampen für E27 Fassungen (Energiesparlampen auf Leuchtstoffbasis)
und Mischlicht UV Strahler ebenfalls für E27 Fassungen.

Vereinzelt werden noch Leuchtstofflampen für Steckfassungen angeboten.
Diese haben keine nennenswerten UVB Anteile sondern hauptsächlich UVA Strahlung.

Die anderen drei UV Leuchtmittelarten bringen verallgemeinert auf jeden Fall
ausreichende UVA und UVB Leistung, wobei zwischen den Herstellern
z.T. deutliche Unterschiede vorhanden sind.
Es empfiehlt sich entsprechend Markenprodukte von renommierten Anbietern vorzuziehen.


Welches Leuchtmittel?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten.
Alle drei Typen sind unter Umständen geeignet
und jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile.
Sie müssen entsprechend anhand Ihres Terrariums
und der zu pflegenden Tierart abwägen,
welches Leuchtmittel am besten für Ihre Zwecke geeignet ist.

Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren sind am längsten auf dem Markt erhältlich
und bieten die zuverlässigste Technik.
Bis zu einem Abstand von 30 cm zum Tier bieten sie ausreichend UVB Strahlung
und die bekannten Markenprodukte können uneingeschränkt empfohlen werden.
Die Röhren sollten nach spätestens einem Jahr besser einem halben Jahr
ausgetauscht werden, danach ist die Leistung stark reduziert.
Nach einem Jahr ist praktisch keine nennenswerte UV Strahlung vorhanden.

Die Strahlungsleistung ist gleichmäßig über die ganze Röhrenlänge verteilt.
Es empfiehlt sich ein Reflektor, da dieser die Leistung und Lichtausbeute deutlich steigert
und auch dorthin bringt, wo sie hingehört: zum Tier.

Leuchtstoffröhren empfehlen sich vor allem in niedrigen Becken aber auch dann,
wenn UV Strahlung über eine breite Fläche benötigt wird.
Bei höheren Terrarien kann man mit Steinaufbauten und Ästen arbeiten.
Die Tiere sehen/spüren die UV Strahlung und suchen diese gezielt auf,
wenn die Möglichkeit besteht.

Leuchtstoffröhren geben wenig Wärme ab,
ein Spotstrahler ist in den meisten Fällen also erforderlich.
UV Röhren sind auch recht dunkel (höhere UV Anteile bedeuten weniger sichtbares Licht),
so dass man unbedingt zusätzlich Tageslichtleuchtstoffröhren verwenden sollte.


UV Kompaktlampen
Kompaktlampen sind momentan die neueste Entwicklung auf dem Markt für Reptilienleuchtmittel.
Das Prinzip ist gleich wie bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren;
die Lampen haben integrierte Vorschaltgeräte und können so in E27 Fassungen eingesetzt werden.

Wie auch Leuchtstoffröhren geben sie nur wenig Wärme ab.
Durch die geringere Größe ist die Leistung pro Fläche bei den Kompaktlampen höher
als bei Leuchtstoffröhren
(z.B. 18W Röhre verteilt die UV Strahlung auf 60cm, eine 23W Kompaktlampe hat ca. 20 cm Länge),
dadurch wird eine bessere UV Leistung und Reichweite erzielt.
Die UVB Leistung dieser Lampen ist bis ca. 50cm effektiv,
allerdings ist der Wirkungsbereich auch insgesamt eingeschränkter durch die kompakte Lampe.

Generell ist man mit einer Kompaktlampe sehr flexibel
durch die gute Reichweite und Leistung sowie die Möglichkeit
gezielte Bereiche mit UV Strahlung den Tieren zu Verfügung zu stellen.
Von der Leistung sind diese Lampen bis 50 cm durchaus mit den Mischlicht
UV Strahlern vergleichbar.

Wie bei Leuchtstoffröhren erhöht ein Reflektor die Leistung erheblich.
Die Lebenserwartung beträgt ca. 1 Jahr.
Die Wärmeentwicklung ist minimal und viele Lampen ein sehr bläuliches Spektrum.
Spotstrahler und Tageslichtbeleuchtung sind zusätzlich nötig.


Mischlicht UV Strahler
Diese UV Strahler haben integrierte Vorschaltgeräte
und können in E27 Fassungen eingesetzt werden.
Die Strahler bieten sowohl gute UV Leistung als auch Wärmestrahlung
und eine gute Helligkeit.
Trotzdem sollte man diese Lampen nicht als alleinige Leuchtquelle verwenden.

Außerdem ist die Technik sehr komplex und die Wärmeentwicklung
vor allem nach hinten enorm.
Eine Porzellanfassung ist ein Muss und über dem Strahler
sollten auch keine brennbaren Materialien sein,
da nach hinten mehr Wärme als nach vorne abgegeben wird.
Die Lufttemperatur des Terrariums wird ebenfalls deutlich erhöht
und es ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.

Entsprechend eignen sich diese Strahler nicht für kleine Terrarien
und sollten erst in Terrarien ab ca. 120 cm eingesetzt werden.

Eine gewisse Anfälligkeit ist bei diesen Lampen auch gegeben.
So sollten diese nur senkrecht eingebaut werden,
da es sonst zu Hitzestaus im Lampeninneren kommt,
die die Lebensdauer reduzieren und auch zu Fehlfunktionen führen können.

Auch sind die Lampen für höhere Wattstärken (ab 160W) ausgelegt,
teilweise verfügbare 100W Varianten sind definitiv problematischer
und fehleranfälliger als 160W Modelle,
wobei hier je nach Hersteller Unterschiede vorhanden sind.

Die Lampen haben integrierte Reflektoren
und sind in zwei Ausführungen erhältlich;
als SPOT und FLOOD.

Die SPOT Variante fokussiert Licht und UV Strahlung sehr stark,
dadurch werden Reichweiten mit bis zu 2m erreicht,
allerdings hat man die UV Strahlung
und das meiste Licht nur auf einem kleinen Fleck (bei 2m ca. 10-20 cm).

Die FLOOD Varianten streuen dank speziellem Reflektor das Licht
und UV über einen größeren Wirkungsbereich.
Die UV Strahlung ist hier im Wirkungsbereich des Reflektors
gleichmäßig und die Ausleuchtung deutlich besser.
Die sinnvollen Abstände zum Tier liegen bei den FLOOD Strahlern bei ca. 60-100 cm.
Diese Variante ist für die meisten Anwendungen zu empfehlen.

Reflektoren sind für diese Lampen nicht unbedingt notwendig,
da integriert.
Die meisten Hersteller empfehlen einen Austausch nach ca. 1 Jahr,
das hängt aber auch von der täglichen Nutzungsdauer ab
und variiert zwischen den Anbietern.
Hier auf die Begleitdokumentation achten.

Generell eignen sich alle hier vorgestellten Leuchtmittel
für ganztägigen Betrieb.
Lediglich UV Strahler mit mehr als 160W (Osram Vitalux/Radium Sanolux)
sollten nur für kurze Zeit (bis ca. 1 Stunde) eingesetzt werden.
Dauerbetrieb hier nur in SEHR großen Terrarien
mit ausreichenden Rückszugsmöglichkeiten für die Tiere.

Kurzzusammenfassung

 

Lampenart

Terrarien-größe

Abstand zum Tier

Lebens-dauer

Bemerkung
Leuchtstoffröhre alle Größen bis 30 cm 1/2 bis max 1 Jahr ausgereifte Technik
Kompaktlampe alle Größen bis 50 cm ca. 1 Jahr sehr flexibel, gute UV Leistung
UV Strahler ab 120 cm 60-200 cm 1 Jahr + sehr gute UV Leistung, auch als Wärmestrahler geeignet, aber starke Wärmeentwicklung
 

No-Name oder Markenprodukt?
Man kann wirklich sagen,
dass in Sachen Leuchtmittel europäische Hersteller
die Nase deutlich vor den asiatischen Herstellern haben.
Die Verarbeitungsqualität und damit die Haltbarkeit ist deutlich besser
und die Produkte haben eine gleichmäßigere Leistung.
Asiatische Produkte haben oft starke
Qualitäts- und Leistungsschwankungen.

Gerade im Bereich UV haben europäische Hersteller
einen deutlichen Knowhow Vorsprung
(dank Solarium Technik) gegenüber den Asiaten,
so dass hier sehr große Unterschiede bestehen.

Wie schon festgestellt ist die Technik UV Strahlung
zu erzeugen aufwendig und teuer.
Für optimale Leistung braucht man spezielles Glas,
Phosphormischungen, etc. hier gibt es zum Teil
deutliche Unterschiede bei den Leuchtmitteln,
die sich auf Leistung und Haltbarkeit auswirken.
Made in Europe ist hier ein klares Qualitätsmerkmal.
Und auch der Preis sagt etwas aus,
denn gute Rohstoffe wie Glas kosten Geld.


5%, 7%, 10% - Das Prozentmärchen!
Die meisten Hersteller werben im Moment mit Prozentangaben
für die UV Leistung ihrer Produkte.
30% UVA und 7% UVB sind dabei sehr beliebt.


Was heißt das nun?
Eigentlich nicht wirklich viel.
Es sagt aus wie viel Prozent der Gesamtlichtleistung
im UV Bereich liegen.
Wenn also 30% des gesamten Lampenlichtausstoßes im UVA Bereich
und 7% im UVB Bereich des Spektrums liegen,
dann bleiben theoretisch noch 63% für sichtbares Licht übrig
(wobei da noch etwas für infrarote Strahlung = Wärme weggeht).
Das ist nicht mehr sehr viel sichtbares Licht
und die Lampe damit eher etwas dunkel.

Heißt das nun aber, dass die Lampe eine gute UV Leistung hat?
NEIN, denn diese hängt von der tatsächlichen Leistung der Lampe ab.
Die Wattstärke hat da u.a. einen Einfluss.
Eine 100W Lampe mit 2% UVB hätte also 2W UVB Strahlung
und eine 20W Lampe mit 7% UVB hätte dann nur 1,4W.
Man sieht also schon hier,
dass eine höhere Prozentzahl UVB nicht unbedingt auch heißen muss,
dass die Lampe mehr UVB Leistung bringt.

Hinzu kommt dann noch, dass auch bei Lampen gleicher
Wattstärke und Bauart
(23W Kompaktlampe A gegen 23W Kompaktlampe B)
durchaus unterschiedliche Leistungen bringen können.
Hier können durchaus Unterschiede zwischen nominell gleichen Lampen
von 30% und mehr vorhanden sein.

Zusätzlich wurde ja auch schon mehrfach auf die Fläche eingegangen,
auf der die Lichtleistung erbracht wird
(Leuchtstoffröhre hat größere Oberfläche als UV Strahler).
Diese spielt entsprechend für die UV Leistung auch eine Rolle.

Wie kann man also wirklich feststellen,
wie gut eine Lampe wirklich in Bezug auf UV ist?

Hier kann man dann nur ein spezielles Messgerät zu Hilfe nehmen.
Diese messen entsprechend die Lichtstärke pro Fläche
(gängig ist hier die Einheit mW/cm2).
Spezielle Messgeräte für die unterschiedlichen Bereiche des Spektrums
z.B. UVA und UVB sind nötig.

Das Problem ist dann, dass mehrere Faktoren einen Einfluss
auf die ermittelten Messwerte haben;
z.B. Abstand zum Leuchtmittel und ob ein Reflektor verwendet wird.

Eine Werbung mit diesen Werten ist für die Hersteller
entsprechend nicht möglich,
da man hier nie vergleichbare Werte haben wird.
Dadurch kam es leider zu der genauso wertlosen Prozentwerbung.

Das Dilemma für den Endverbraucher:

Ein Vergleich der UV Leistung der Leuchtmittel
ist für ihn praktisch nicht möglich.

Das Gute:

Die meisten auf dem Markt erhältlichen UV Leuchtmittel
bieten ausreichende UV Leistung.

Harte Werte zum Vergleichen

Im Folgenden finden Sie eine Tabelle mit Messergebnissen
für verschiedene UV Leuchtmittel.
Gemessen wurde mit einem Handmessgerät bei vordefinierten Abständen
im Zentrum des Leuchtkegels
(Ausnahme Eurozoo siehe Text unten).

Für alle Lampen mit E27 Gewinde wurde die gleiche Fassung
mit Reflektor verwendet und für Leuchtstoffröhren
ebenso eine Leuchte mit Reflektor,
um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Bei Leuchtstoffröhren wurde auf die Messung unterschiedlicher
Röhrenlängen/-wattstärken verzichtet,
da bei den marktüblichen Modelle das Verhältnis Watt/Länge
praktisch gleich ist
und dementsprechend bei allen Röhrenlängen einer Marke
eine vergleichbare UV Leistung auf der Fläche zu erwarten ist.

Messgerät und Methode liefern mit Sicherheit keine Laborwerte,
das Ziel einen Vergleich der Lampen zu erzielen
und Hinweise auf die tatsächliche UV Leistung zu geben,
wird aber auf jeden Fall erreicht.

Bitte beachten Sie, dass der Reflektor
durchaus einen erheblichen Einfluss auf die Messergebnisse haben kann,
so dass die Werte in anderen Apparaturen
nicht unbedingt reproduzierbar sein werden.

Gemessen wurden immer mehrere Exemplare eines Typs
und die folgende Tabelle gibt den Mittelwert der Messergebnisse wieder,
um vereinzelte Ausreißer zu eliminieren.

UV Messergebnisse
Leuchtmittel 30 cm 40 cm 50 cm 60 cm 80 cm 150 cm Bemerkung
Mischlicht UV Strahler:              
T-Rex UV Heat 100W FLOOD 0,349 0,263 0,176 0,112 0,062 0,021  
T-Rex UV Heat 160W FLOOD 0,249 0,189 0,129 0,097 0,072 0,027  
T-Rex UV Heat 100W SPOT 0,449 0,274 0,194 0,116 0,084 0,034  
T-Rex UV Heat 160W Spot 0,571 0,543 0,376 0,236 0,154 0,057  
Zoo Med PowerSun 100W 0,062 0,036 0,026 0,017 0,010 0,003  
Zoo Med PowerSun 160W 0,064 0,040 0,030 0,018 0,010 0,004  
Eurozoo TerraSun UV Plus 100W 0,204 0,100 0,060 0,051 0,025 0.011 Spotstrahler, krummes Leuchtelement
  1,284 0,884 0,632 0,524 0,450 0,095 bester UV Punkt
EurozooTerraSun UV Plus 160W 0,303 0,204 0,132 0,082 0,046 0,013 Spotstrahler, krummes Leuchtelement
  2,510 1,820 1,180 0,820 0,480 0,166 bester UV Punkt
Dohse UV Sun 160W 0,132 0,062 0,046 0,028 0,022 0,008 Spotstrahler, krummes Leuchtelement
Osram Vitalux/Radium Sanolux 300W 0,886 0,589 0,410 0,251 0,166 0,048  
Kompaktlampen:              
Lucky Reptile Compact UV Sun 23W 0,084 0,046 0,032 0,021 0,011 0,004  
Arcadia D3 Compact 23W 0,089 0,052 0,038 0,022 0,012    
Zoo Med ReptiSun Compact 10.0 26W 0,092 0,058 0,034 0,023 0,013 0,004  
ReptiSun Compact 5.0 26W 0,040   0.020 0,010      
Eurozoo TerraSun CL 23W 0,085 0,050 0,035 0,023 0,013   aktuelle Charge
  0,040   0,010 0,000     vor 6 Monaten gekauft
  0,070   0,030 0,015 0,010   vor 1 Jahr gekauft
Leuchtstoffröhren:              
Zoo Med ReptiSun 5.0 15W 0,045 0,026 0,015 0,011 0,006    
Arcadia D3 15W 0,033 0,021 0,015 0,010 0,006    
Sylvania Reptistar 15W 0,033 0,021 0,013 0,008 0,005    
 

Werte in mW/cm2

Bemerkungen zu den Messergebnissen
Leider gibt es keine genauen Angaben,
wie hoch die UV Strahlung für Reptilien sein muss.
Generell wird aber davon ausgegangen,
dass Leuchtstoffröhren bis 30-40 cm Abstand ausreichend UVB Strahlung
für die Tiere bringen.
Vergleicht man diese Werte mit anderen Leuchtmitteln,
dann sind die Kompaktlampen bis ca. 50-60 cm sinnvoll einsetzbar sind.
Bei den UV Strahlern zeigt sich,
dass gerade die SPOT Varianten bis 150 cm
und teilweise sogar wohl bis über 2m hinaus ausreichende UV Leistung bringen.


Beachtet werden sollte dabei unbedingt,
dass SPOT Strahler nur einen relativ kleinen Wirkungsbereich haben,
so dass die Tiere gute Rückzugsmöglichkeiten haben.


Bei den Osram Vitalux und Radium Sanolux Strahlern mit 300W
handelt es sich um FLOOD Modelle
mit einer relativ gleichmäßigen UV Leistung
in einem großen Wirkungsbereich.
Hier wird von vielen Terrarianern eine zeitlich begrenzte
Bestrahlungsdauer empfohlen,
um Schädigungen der Tiere durch die UV Strahlung zu vermeiden.
Dies erscheint angesichts der hohen Leistung dieser Lampen als sinnvoll.
Zwar sind dem Autor keine diesbezüglichen Probleme bekannt,
trotzdem sollte zur Sicherheit die Bestrahlungsdauer nicht länger
als eine Stunde dauern und für Rückzugsmöglichkeiten
während der Bestrahlung muss gesorgt werden.


Bei den Eurozoo und Dohse Strahlern fällt auf,
dass alle Testmuster krumme Leuchtelemente haben.
Dadurch liegt der Punkt mit der höchsten UV Strahlung
nicht im eigentlichen Bestrahlungszentrum.
Bei den Dohse Strahlern war dieser Punkt
aufgrund der wirklich extremen Schieflage
des Leuchtelements nicht ermittelbar.
Die Leistung wird theoretisch also wohl durchaus höher sein,
lässt sich aber in der Praxis nicht nutzen.
Bei den Eurozoo Strahlern konnte der Punkt mit der höchsten UV Strahlung
zwar mit etwas Aufwand ermittelt werden,
doch fällt hier auf, dass die Leistung dort sogar deutlich höher
als die der Osram und Sanolux Strahler mit 300W sind.
Entsprechend sollte man auch hier unbedingt
von einem Ganztagesbetrieb absehen.

Generell betrachtet der Autor Lampen mit krummen Leuchtelementen
als nicht praxistauglich,
da der Einsatz einige Probleme mit sich bringt.


Welche Lampe ist nun die Beste?
Generell lässt sich darauf nur schwerlich eine Antwort geben,
da hier viele Faktoren und vor allem die zu pflegende Tierart
und das Terrarium einen Einfluss haben.

Bei der Auswahl sollte man auf jeden Fall nicht die anderen Aspekte
der Terrarienbeleuchtung,
wie natürliches Spektrum,
Lichtintensität und das Vorhandensein von Wärmepunkte
nicht außer Acht lassen.

Die meisten Anwender werden mit Kompaktlampen gut bedient sein,
hier ist man einfach am Flexibelsten und erhält eine gute UV Leistung.
Die Meßwerte und sonstigen Eigenschaften sind hier sehr ähnlich,
einzig die Lucky Reptile Compact UV Sun sticht aus der Masse
mit einem etwas natürlicherem Spektrum (weniger bläulich hervor).


Autor:

Jürgen Hoch

Terrarianer seit 20 Jahren, pflegt u.a. diverse Uromastyx Arten

 

Das Team von leopardgecko.info bedankt sich für die Genehmigung

diesen Beitrag verwenden zu dürfen.

 

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